28.03.2005 Toolwut  
  01.03.2005 Fuchsbandwurm  
  20.02.2004 Die Herkulesstaude  
  18.12.2004 Holzernte  
  10.12.2004 Sturm im Wald  
  01.10.2004 Zecken / Holzböcke  
  22.09.2004

Die kleine Fichtenblattwespe

 
       
  Informationen und Tipps zur Tollwut im Kreis Rosenheim  
 

(Im Kreis Rosenheim, Ebersberg und Traunstein sind zur Zeit keine Tollwutfälle bekannt)

Die Tollwut ist eine ansteckende und, wenn sie nicht behandelt wird, tödlich verlaufende Krankheit. Der Virus wird zu 85% durch Wildtiere und zu 15 % durch Haustiere übertragen. Dabei ist der Fuchs mit 74 % der Hauptüberträger. Die Ansteckung erfolgt durch den Biss von Tollwut erkrankter Tiere. Eine Übertragung durch Lecken oder Kratzen ist auch möglich. Das Berühren anscheinend "zahmer" Wildtiere sollte im Wald vermieden werden. Eine Impfung gegen Tollwut ist möglich, aber für den normalen Waldbesucher nicht erforderlich. (Jedoch für den Hund empfohlen!). Durch Auslegung von Impfködern für Wildtiere ist die Tollwut stark zurückgegangen.

Wenn es die Möglichkeit der Ansteckungsgefahr gibt dürfen nicht geimpfte Hunde und Katzen in einem Umkreis von 40 Kilometern nicht frei laufen. Die Behörden empfehlen, auch Weidetiere gegen Tollwut impfen zu lassen. Vorsorglich werden dann per Flugzeug Impfköder abgeworfen. Nach Angaben des Landesuntersuchungsamtes werden die Tiere in diesem Gebiet verstärkt untersucht. Nicht geimpfte Hunde und Katzen, die mit kranken Tieren in Berührung kamen, würden getötet. Tollwut ist eine Viruskrankheit. Auf den Menschen wird sie hauptsächlich durch Bisse oder den Kontakt mit Speichel infizierter Tiere übertragen. Beim Menschen kann eine nachträgliche Impfung verhindern, dass die Krankheit ausbricht.

Links zu diesem Thema:
www.krankenkassen.de

 

 

 

 

 

 

Wichtige Verhaltensregeln:

Berührt keine kranken oder toten Tiere im Wald. Verständigt gegebenenfalls den zuständigen Revierleiter oder die jeweils zuständige untere Forstbehörde.

Die Tollwut ist eine virusbedingte Infektionskrankheit, die durch den Speichel infizierter Tiere, in der Regel durch Biss oder Kratzen übertragen wird. Intakte Haut kann vom Tollwut-Virus nicht durchdrungen werden.

Nahezu alle Säugetiere - also auch der Mensch  können an der Tollwut erkranken. Sie wird vornehmlich durch Fleischfresser übertragen, an erster Stelle steht der Fuchs.

Seit einigen Jahren  versucht die Forstverwaltung, den Fuchs durch eine Schluckimpfung zu schützen. Dabei wird der Impfstoff von den Tieren mit ausgelegten Ködern aufgenommen.

Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen dem Biss durch ein infiziertes Tier bis zum Auftreten erster Krankheitszeichen beträgt zwischen acht Tagen und zwei Monaten. Auch längere Inkubationszeiträume sind möglich.

Infizierte Tiere verhalten sich auffällig. Tollwutkranke Tiere sind am ehesten an ihrem veränderten Verhalten zu erkennen. Unser Hauptüberträger, der Fuchs, wird erst zutraulich, was besonders für Kinder eine große Gefahr bedeutet. Im weiteren Krankheitsverlauf werden  sie nervös, scheu, haben Schluckbeschwerden und vermehrten Speichelfluss. Danach werden die Tiere aggressiv, beißen und schnappen nach Artgenossen und Menschen. Kurz vor ihrem Tod, der nach kurzem Krankheitsverlauf folgt, treten hochgradige Lähmungserscheinungen auf.

Eine Therapie der Tollwut ist nicht möglich. Umso wichtiger ist es, Hunde und Katzen, eventuell auch Pferde, durch eine vorbeugende Impfung zu schützen, die im Impfpass eingetragen wird und mit der auch ein Grenzübertritt ins Ausland erlaubt ist, sofern keine anders lautenden Einfuhrbestimmungen oder Quarantäne vorgeschrieben sind.

Die Tollwut gehört zu den anzeigepflichtigen Infektionskrankheiten!

  • Was tun, wenn ich gebissen wurde ?
     
  • Jede Bisswunde und andere Berührungsstellen sofort gründlich auswaschen. Dabei Seifenlösung benutzen oder irgendein sofort greifbares Desinfektionsmittel. Wenn nicht anderes zur Verfügung steht, ist auch gründliches Auswaschen der Wunde mit klarem Wasser angezeigt.
     
  • SOFORT den Hausarzt, den nächsten erreichbaren Arzt oder das Krankenhaus aufsuchen, wo die endgültige Wundversorgung vorgenommen wird und ggf. die Schutzimpfung gegen Tollwut eingeleitet wird

 

 
  Fuchsbandwurm

Infektionsgefahr für Mensch, Jäger, Reiter und Haustier

Der Fuchsbandwurm ist ein Parasit, der nicht nur den Fuchs befällt. Neben Kleinnagern, die immer in die Infektionskette einbezogen sind, können auch Katzen, in selteneren Fällen Hund und Mensch betroffen sein.

Der geschlechtsreife, nur wenige Millimeter lange Bandwurm lebt im Dünndarm seines Endwirtes. Wie alle Bandwürmer braucht er einen Zwischenwirt, in dem sich die Entwicklung zur Bandwurmfinne vollzieht.

Der Entwicklungszyklus des Fuchsbandwurms spielt sich hauptsächlich in einem Kreislauf unter Wildtieren ab. Der Fuchs als Endwirt beherbergt den geschlechtsreifen Wurm und scheidet mit seinem Kot Bandwurmeier aus. Mäuse und Bisamratten nehmen die Eier mit ihrer Pflanzennahrung auf und werden dadurch zu infizierten Zwischenwirten. In den inneren Organen dieser Zwischenwirte vollzieht sich die Entwicklung zur Bandwurmfinne. Die Kleinnager wiederum werden vom Fuchs als Hauptbeutetiere gefressen. So gelangt die Bandwurmfinne in den Endwirt, in dessen Darm sie sich zum geschlechtsreifen Bandwurm entwickelt.

Auch Hunde und Katzen können infizierte Mäuse fressen. Sie werden dann genau wie der Fuchs zu Endwirten, in deren Dünndarm der Fuchsbandwurm parasitisiert. Krankheitserscheinungen, wie Darmentzündung, Durchfall, Abmagerung oder stumpfes Fell treten jedoch nur bei starkem Wurmbefall auf. Die Fuchsbandwurminfektion bei Hund und Katze gewinnt dadurch an Bedeutung, dass die Tiere zu Ausscheiden von Bandwurmeiern werden und ihr Kot - ebenso wie der des Fuchses - Ansteckungsquelle für den Menschen sein kann.

Der Mensch muss Bandwurmeier über den Mund aufnehmen, um sich zu infizieren. Im Entwicklungszyklus des Fuchsbandwurms ist er ein Fehlzwischenwirt, weil er die Infektion nicht an einen Endwirt weitergeben kann. In seinen Organen findet aber - wie bei echten Zwischenwirten - eine Finnenentwicklung statt. Vornehmlich Leber und Lunge werden befallen. Dabei entsteht ein Netzwerk von Schläuchen, das diese Organe weitgehend zerstört. Für den Zwischenwirt Mensch ist die Fuchsbandwurm-Infektion daher sehr gefährlich. Eine Heilung ist kaum möglich.

 
 

Die Vermeidung von Infektionsrisiken ist besonders wichtig

 
  Bodennah wachsende Früchte wie Beeren und Pilze können mit Bandwurmeiern behaftet sein und sind dadurch
  eine gefährliche Ansteckungsquelle für den Menschen
 
     
    Sie sollten niemals ungewaschen essen  
     
    direkter Kontakt mit infizierten Tieren, z.B. Katze in der Wohnung  
     
 

  Kontakt mit Hunden und Katzen, die sich durch Fressen von befallenen Zwischenwirten (z.B. Mäusen) infiziert
   haben. Von ihnen geht eine nicht unerhebliches, weil permanent vorhandenes Gefahrenpotential aus

 
     
 

Verzehr von niedrig hängenden Waldfrüchten, wie Heidelbeeren oder Schwammerl, die mit Fuchskot bzw.
  Bandwurmeiern verunreinigt sind

     
    Vorsorglich Verzicht auf den Verzehr roher Waldfrüchte. Beeren und Pilze sollten nur nach Erhitzen auf über 60°C
   genossen werden. Ein Einfrieren bei minus 20°C führt nicht zur Abtötung der Bandwurmeier 
 
     
 

  Jäger sollten beim Abbalgen von Füchsen in jedem Fall bestimmte Vorsichtsmaßregeln, wie Anfeuchten des Felles,
   Abbalgen mit Handschuhen und Mundschutz, beachten

     
 

  Waldnahe Gärten sollten fuchssicher eingezäunt bzw. Fuchsbauten in Gärten nicht geduldet werden

     
 

  Im Umgang mit unseren Haustieren Hund und Katze sollten die Grundregeln der Hygiene beachtet werden

     
 

  Sind im Kot insbesondere der Katze, weiße fliegeneiergroße Stippchen sichtbar, sollte sofort auf Echinococcose
   untersucht werden

     
 

Hunde und Katzen sollten regelmäßig mit einem spezifisch gegen den Kleinen Fuchsbandwurm wirksamen Mittel
  entwurmt werden. Diese Entwurmung ist regelmäßig in vierteljährlichem Abstand und festgestelltem Befall zu
  wiederholen. Die Mittel zur Entwurmung sind beim praktizierenden Tierarzt erhältlich

     
 

  Im Umgang mit vierbeinigen Mäusefängern ist Hygiene der beste Infektionsschutz für den Menschen. Hände, die
   das Fell in der Afterregion berührt haben, dürfen nicht ungewaschen zum Mund geführt werden. Auch sollten
   Hunde und Katzen, die in der Nähe von Fuchspopulationen gehalten werden, regelmäßig entwurmt werden. Der
   Tierarzt verabreicht ein gegen den Fuchsbandwurm besonders wirksames, rezeptpflichtiges Medikament. Die
   Darmparasiten sterben dadurch ab und die Produktion von Wurmeiern wird unterbrochen

 

  Sollten wir weitere Erkenntnisse haben werden diese sofort veröffentlicht.     F.J. Stanzl

       
 

Zecken

Allgemeines über Zecken

In Deutschland gibt es nur wenige Zeckenarten darunter, die bekannte Schildzecke oder "Holzbock". Die Zecke ist als Krankheitüberträger verschrien. Oft erlebt man fast panikartige Reaktionen, wenn von diesen Tieren der Waldränder, hohen Wiesen und Sträuchern die Rede ist. Das ist bei weitem übertrieben. Da Zecken Blutsauger sind und daher an verschiedenen Wirten ihren Heißhunger stillen können sie auch als Krankheitüberträger fungieren. Für Waldbesucher bedeutet das: Wenn ich weiß, wo und wie Zecken leben, und wie ich mich schützen kann, brauche ich auch keine Angst vor einer Krankheit durch einen Zeckenbiss zu haben.

Zecken

Wo und wie leben Zecken

Zecken sind vor allem dort zu Hause, wo geeignete Temperaturen und eine hohe durchschnittliche Luftfeuchtigkeit zu finden ist. Darüber hinaus müssen auch geeignete Wirte vorhanden sein. Hauptsächlich saugen Zecken an Kleinsäugern oder an Vögel. Für den kundigen Wanderer bedeutet das: In hohen Gräsern, an Waldrändern mit Buschwerk, in lichten Wäldern mit Farnen oder anderen höheren Gewächsen können Zecken lauern. Diese Tierchen warten dort auf Zweigen, im Gras oder an Blätter auf ihre Wirte. Wenn man nicht gerade Mitten durch eine solche Zone geht, also auf den Spazierwegen bleibt, ist man vor den aufdringlichen Kerlen ziemlich gut geschützt. Bei einer Temperatur von über 10°C ist Zeckenbefall das ganze Jahr hindurch möglich. Allerdings sind nach meiner Erfahrung die Hauptzeiten im Frühsommer bis in den Herbst, am Morgen und am Abend, mit einer Ruhepause im Hochsommer. Da sie eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit benötigen, ziehen sich die Zecken im Hochsommer möglicherweise etwas in die tieferen Gefilde ihres Biotopes zurück. 
Als Spinnentier durchläuft die Zecke drei Entwicklungsstadien:

  1. Aus den Eiern einer Zecke schlüpfen die Larven. Die Eier werden im Laub oder auf dem Waldboden etwas geschützt abgelegt.  Die geschlüpfte Larve ist ca. 0,5 mm groß, also kaum mit dem bloßen Auge zu erkennen. Die Larven suchen sich einen Wirt und saugen bei ihm Blut. Anschließend verlassen sie den edlen Spender und gehen in eine klimaabhängige Ruhepause, die mehrere Monate dauern kann.

  2. Die Larve häutet sich und wird zur sog. Nymphe. Die Nymphe ist etwas größer als 1 mm und sucht sich einen neuen Wirt. Ist sie satt verlässt sie ihn wieder und wird nach mehreren Wochen der Ruhe zur fertigen Zecke.

  3. Nur die fertige Zecke (adultes Tier) ist geschlechtsreif. Die männlichen Zecken sind ca. 2,5 mm lang die weiblichen etwa doppelt so groß. Die Männchen gehen nach der Befruchtung des Weibchens zugrunde. Beide Geschlechter saugen an Wirten. Das Weibchen kann bis zur Erbsengröße anschwellen. Nach der Befruchtung zieht sich das Weibchen in die oberen Bodenschichten des Waldes zurück und legt dort nach mehreren Wochen über 1000 Eier. Danach stirbt sie.

  4. Der gesamte Entwicklungszyklus ist sehr vom Klima abhängig und dauert zwischen 1 bis 4 Jahren.
     

Wie kommt es zum Zeckenangriff

Die kleinen Tierchen sitzen in einer Höhe von bis zu 1,5 m an Zweigen und Blättern. Kommt ein geeigneter Wirt vorbei erkennen sie diesen an bestimmten Geruchssignalen. Da sich die Zecken nicht fallen lassen, genügt ein geringer Kontakt um die Zecke durch abstreifen wechseln zu lassen. Erst einmal auf dem Wirt angekommen, sucht sie sich eine geeignete Saugstelle. Warm und feucht sowie gut durchblutet sollte es sein. Beim Menschen sind dies z.B. Kniekehlen, Achseln , der Hosenbund oder unter dem Gummirand der Socken. Haben sie einen geeigneten Platz gefunden, bohren sie ihren Kopf in die oberen Hautschichten und verankern sich darin. Das eigentliche Saugen dauert je nach Zeckenstadium 3-13 Tage. Während dieser Zeit gibt die Zecke Speichel in die Wundhöhle ab. Dieser hat eine betäubende Wirkung und der Einstich ist schmerzlos. Allerdings spürt man das Jucken der gereizten Stelle. Mit dem Speichel können dann auch Krankheiten übertragen werden.
 

Wie kann ich mich vor Zecken schützen

Am besten ist es die "Zeckenbiotope" zu meiden. Darüber hinaus gibt es im Handel einige Zeckenschutzmittel, die die Geruchsignale verfälschen, oder das Einbohren verhindern sollen.

Ist es dann doch passiert und eine Zecke versucht ihren Hunger an den eigenen Körpersäften zu stillen, ist es wichtig die Zecke möglichst schnell zu entfernen. Auf gar keinen Fall sollte man Klebstoff oder Öl verwenden, um die Zecke zu beseitigen. Der Handel bietet dazu Zeckenzangen, mit deren Hilfe man die Zecke fachgerecht entfernen kann. Die nette Verkäuferin oder der nette Verkäufer zeigt einem sicher, wie das geht. Je früher man die Zecke beseitigt ,desto geringer ist ein eventuelles Infektionsrisiko!

 

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Die Herkulesstaude

Beim Umgang mit der Herkulesstaude ist Vorsicht geboten! Die Pflanze - auch Riesen-Bärenklau genannt - ist gefährlich für den Menschen und macht auch in der Natur Probleme.

[Herkulesstaude]

Gefahren für den Menschen

Die Herkulesstaude enthält die gefährliche Substanz Furocumarin, die bei Kontakt mit dem Pflanzensaft auf die Haut gelangt. Bei Sonneneinstrahlung kommt es dort zu einer starken allergischen Reaktion, die einer schweren Verbrennung ähnlich ist. Kinder sind dabei besonders gefährdet. Aber auch bereits die Dämpfe des Pflanzensaftes könne die Gesundheit erheblich beeinträchtigen.

Probleme für die Natur

Die Herkulesstaude macht aber auch in der Natur erhebliche Probleme. Weil die Pflanze, die ursprünglich aus dem Kaukasus stammt, besonders durchsetzungsfähig gegenüber heimischen Pflanzenarten ist, kommt es dort, wo Herkulesstauden wachsen, zu einer vollständigen Veränderung der vorhandenen Pflanzenbestände. Schon innerhalb kurzer Zeit werden andere Arten überwachsen.

Was kann man dagegen tun?

Wer auf seinem Grundstück eine oder mehrere Herkulesstauden entdeckt, sollte unbedingt etwas gegen sie unternehmen. Am wirksamsten ist es die Pflanzen im Frühjahr auszugraben. Wird die Wurzel in etwa 15 Zentimeter unterhalb der Bodenoberfläche abgestochen, ist ein Neuaustrieb kaum möglich.

Die Ausbreitung der Staude erfolgt in erster Linie durch Samen. Nach zwei bis vier Jahren blüht die Pflanze einmalig und stirbt dann ab. Deshalb sollten die Blütenstände kurz vor der Fruchtreife entfernt werden. Meist gibt es um eine Mutterpflanze jedoch Dutzende bis Hunderte von Jungpflanzen, die nach wenigen Jahren ebenfalls blühen. Auf größeren zusammenhängenden Flächen sollte die Pflanze kurz vor der Blüte gemäht werden. Das muss fünf- bis sechsmal im Abstand von zehn Tagen wiederholt werden. Danach sollte der Bestand mit einer lichtundurchlässigen Folie abgedeckt werden. Unter Lichtabschluss verbrauchen die Pflanzen nämlich ihre Reservestoffe, die sie in den Wurzeln gespeichert haben.

Die Fruchtdolden dürfen auf keinen Fall kompostiert werden! Sie sollten möglichst über die Biotonne oder durch Verbrennen entsorgt werden.

Vorsichtsmaßnahmen

Beim Umgang mit der Herkulesstaude ist es unbedingt notwendig, sich durch spezielle Vorsichtsmaßnahmen zu schützen:
  • Die Pflanze sollte nach Möglichkeit bei starker Bewölkung oder Dämmerung entfernt werden.
  • Hautkontakt sollte durch geeignete Kleidung verhindert werden.
  • Besteht der Verdacht, dass Pflanzensaft auf die Haut gelangt ist, muss die betreffende Stelle - auch wenn noch keine Reaktion sichtbar ist - gründlich mit Wasser und Seife abgewaschen werden. Anschließend sollte Sonnenschutzcreme aufgetragen bzw. die Sonne für mehrere Tage gemieden werden.
  • Bei starken allergischen Reaktionen ist unbedingt ein Arzt aufzusuchen.
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Sturm im Wald

Bei Sturm sollte man auf jeden Fall von einem Waldbesuch absehen. Wird man aber während eines Besuches im Wald von einem Sturm überrascht, sollten Stellen aufgesucht werden, an denen man nicht von Herhabfallenden Ästen und eventuell umstürzenden Bäumen getroffen werden kann. Unter großen Bäumen besteht die Gefahr, dass sich schon abgestorben Äste aus der Krone lösen. In Monaten mit starken Niederschlag stehen die Bäume besonderst locker und können schneller entwurzelt werden, hierbei muss man berücksichtigen das umstürzende Bäume sich an noch stehende anlehnen, und sie mitreißen können, somit ist der Gefahrenbereich sehr schlecht einzuschätzen.

Holzernte

Sollten sie bei einem Spaziergang auf einen Weg treffen der mit Schildern und bzw. oder mit so genannten Flatterband abgesperrt ist,

Absperrung

müssen sie diesen Weg unbedingt meiden.

Lebensgefahr!

Hier werden sehr wahrscheinlich Bäume geerntet, die unter Umständen auf den Weg fallen können. Der Forstwirt, welcher mit der Holzernte beschäftigt ist, sollte zwar seinen Arbeitsbereich immer im Auge haben, dieses ist aber nicht immer möglich. Man muss damit rechnen, dass der gerade gefällte Baum einen anderen mitreißen kann, und dadurch der Gefahrenbereich erheblich vergrößert wird.

Das Missachten der Absperrung ist rechtlich gesehen eine Ordnungswidrigkeit, falls ein Spaziergänger oder Jogger verletzt wird kann das dazu führen, dass im Zweifelsfall keine Versicherung für den Schaden aufkommt.

Des Weiteren kommt es oft vor, dass der zu fällende Baum auch die Krone benachbarter Bäume berührt. Hierbei können nicht nur dünne Zweige, sondern auch kräftige Äste abgerissen werden. Diese können in der Krone hängen bleiben, und noch Tage später beim leisesten Windstoß wie ein Blitz aus heiterem Himmel zu Boden schießen.    

 
 

Die kleine Fichtenblattwespe

Familie:              Echte Blattwespen
Merkmale:            5-6mm lange, gelblich- schwarze Wespe
Überwinterung: im Boden in dichtem Kokon
Schlüpfzeitpunkt: Ende April/ Anfang Mai
Dauer des Schwärmfluges mit Eiablage: ca. 3 Wochen

Nahrungspflanze:

Fichte
Fraßbild: Maitrieb verfärbt sich rötlich-braun

Die hauptsächlich im Mai schwärmende Wespe befällt vornehmlich 20- bis 60jährige, vielfach auch ältere, Lichtstehende Fichten, besonders in sonnseitigen und windgeschützten Lagen. Das Weibchen legt die Eier an die eben im Strecken begriffenen Maitriebe in den obersten Teilen der Krone, und zwar je Nadel 1 Ei in einen taschenförmigen Schlitz längs einer Außenkante. Die wenige Tage später schlüpfenden Afterraupen leben getrennt, halten bei Beunruhigung ihr Hinterende S-förmig gekrümmt in die Höhe, wobei sie einen wanzenartigen Geruch verbreiten, und fressen ausschließlich, mit dem Kopf langsam hin- und herpendelnd, an den jungen Maitriebnadeln, die infolgedessen umknicken und sich röten, wodurch die Gipfeltriebe von weitem wie erfroren aussehen. Nach nur 2 bis 3 Wochen Fraßzeit, Ende Mai - Juni, lässt sich die erwachsene Afterraupe zu Boden fallen, spinnt sich einige Zentimeter tief im Boden in einen Kokon ein, in welchem sie unverpuppt überwintert, und verwandelt sich im nächsten April, worauf Anfang Mai, nachdem sie einen runden Deckel aus dem Kokon geschnitten hat, die Wespe schlüpft. - Generation einjährig, doch kann die Afterraupe auch mehrere Jahre überliegen. Fraßfolgen sind außer Zuwachsverlust Wipfelmissbildungen und Wipfeldürre, schließlich sogar allmähliches Absterben anhaltend stark befallener Fichten.

Die Weibchen der Kleinen Fichtenblattwespe legen ihre Eier in die Nadeln junger Fichtentriebe eines ganz bestimmten Austriebstadiums. Sie ritzen dabei die Nadel mit einem Sägefortsatz an (daher auch der Name: Pristiphora = die Säge-Tragende). In die so entstehende Eitasche wird je ein Ei gelegt. Insgesamt legt ein Weibchen ca. 100 Eier. Eine Besonderheit besteht darin, dass sich auch unbefruchtete Eier entwickeln, hieraus aber ausschließlich männliche Larven entstehen. Nach kurzer Emphase schlüpfen bereits Anfang Mai die ersten Larven. Die kräftig grün gefärbten Raupen fressen ausschließlich die Nadeln der jungen Maitriebe. Die Nadelreste verfärben sich und verleihen den Fichten bei fortgeschrittenem Fraß eine charakteristische Rotfärbung.

Nach etwa drei bis vier Wochen sind die Larven von anfangs 2 mm auf 12 bis 15 mm herangewachsen und habbaumbereit. Sie lassen sich zu Boden fallen, verkriechen sich in der Bodenstreu und spinnen sich in ca. 3 - 5 cm Tiefe in einen rot-braunen, festen Kokon ein. Hier überdauern sie den Winter.

Aus einem Großteil der Kokons schlüpfen im darauf folgenden Frühjahr die Blattwespen. Ein Teil der Kokons jedoch verbleibt im Boden, die Blattwespen schlüpfen erst ein oder mehrere Jahre später (so genanntes Überliegen). Dies macht eine wirkungsvolle Bekämpfung äußerst schwierig.

Die Kleine Fichtenblattwespe kann ihre Eier nur in Nadeln eines ganz bestimmten Austriebstadiums (gerade Abgesprengte Knospenschuppe, noch nicht abgespreizte Nadeln) ablegen. Daher ist die Blattwespe auf ein exaktes zeitliches Zusammentreffen (Koinzidenz) von Schwärmzeit und Fichtenaustrieb angewiesen.

Gelegentlich sieht man völlig unbefressene Fichten neben stark befressenen. Die Erklärung liegt im uneinheitlichen Austriebsverhalten der Fichten: Sind in einer Befallsfläche einzelne Fichten zur Flugzeit der Blattwespen bereits zu weit oder aber noch nicht weit genug ausgetrieben, so bleiben sie vom Fraß verschont, weil an ihnen keine Eier abgelegt werden können. Natürliche Feinde der Kleinen Fichtenblattwespe sind vor allem Vögel, Ameisen und parasitische Schlupfwespen.

Wie sich bei den Untersuchungen zeigte, ist eine Vogelansiedlung mit Hilfe von Nistkästen selbst in sonnenarmen Fichtenbeständen möglich. Da die Kleine Fichtenblattwespe aber nur während einer kurzen Zeit im Jahr und dann in großen Massen auftritt, können Vögel ihre Dichte nicht auf ein forstlich unbedeutendes Maß zurückdrängen.

Für eine Ameisenansiedlung sind die in der Regel dicht geschlossenen und sonnenarmen Fichtenjungbestände ungeeignet. Im übrigen gilt für Ameisen die gleiche Problematik wie für Vögel.

Die Dichte von Schlupfwespen, die Blattwespenlarven bzw. -kokons parasitisieren, ist in chronischen Fraßflächen von Natur aus schon sehr hoch und kann künstlich kaum noch gesteigert werden. Durch eine Auflichtung der Bestände und der Entwicklung einer Krautschicht kann zwar die Artenvielfalt der Parasiten gefördert werden, nicht aber der Parasitisierungsgrad. Wegen der massenhaften Vermehrung der Blattwespe bei günstigen Bedingungen (passendes Mikroklima, Koinzidenz von Austrieb und Blattwespenschlupf) sind die Parasiten kein zuverlässiger Regulationsfaktor.

Insgesamt ist also auf chronischen Fraßflächen selbst bei gezielter Förderung der natürlichen Feinde kein nennenswerter Rückgang der Befallsintensität zu erreichen.

Bekämpfung mit Nistkästen oder mit dem Häutungshemmer Alsystin:

Eine wirkungsvolle Bekämpfung muss wenige Tage vor dem Schlüpfen der Weibchen erfolgen, so dass der günstigste Bekämpfungszeitraum eng begrenzt ist (SKATULLA, 1989). Um diesen Zeitpunkt möglichst exakt zu bestimmen, sind Dauerbeobachtungen mit Photoeklektoren nötig. Das heißt, dass eine gezielte Alsystin-Ausbringung einen sehr hohen personellen und untersuchungs-technischen Aufwand erfordert.

Da ein gewisser Teil der überwinternden Kokons ein oder mehrere Jahre im Boden überliegt, bringt eine einmalige Bekämpfung nur eine vorübergehende Entlastung der Situation. Auch bei weiteren Bekämpfungen im Folgejahr trat bereits vier Jahre nach der letzten Bekämpfung wieder ein mäßiger Fraßschaden auf. Bekämpfungen müssen also mindestens in zwei aufeinander folgenden Jahren durchgeführt und regelmäßig in Abständen ( ca. 5-8 Jahre ) wiederholt werden. Dieses Vorgehen ist aus ökologischer Sicht kritisch zu werten.

Die Fichte (picea abwies)

Die Fichte ist ein Baum der montanen bis subalpinen Höhenstufe (600 – 1800 Meter Seehöhe). 600 mm Jahresniederschlag sind der Grenzwert für das natürliche Fichtenvorkommen in Mitteleuropa, unter diesem Wert kann sie nicht wachsen. 600 – 2000 mm Jahresniederschlag sind Klimagrenzwerte, wobei in der Vegetationsperiode (April bis September) 500 – 800 mm fallen müssen. Primär ist das Verbreitungsgebiet der Fichte also durch die Wasserversorgung in der Vegetationszeit begrenzt. Laubmischwälder sind besser an niedrige Niederschlagsmengen in der Vegetationszeit angepasst. Die Fichte ist sowohl Humus- als auch Rohbodenkeimer. Die Fichte baut nur im kontinentalen – subalpinen Arealzentrum natürliche Reinbestände auf (sub-alpiner Fichtenwald). Im montanen Wuchsoptimum ist Fichte eine vitale und gesunde Mischbaumart (montaner Fi–Ta–Bu–Wald). Im ökologischen Optimum werden kontinentale Trockenstandorte gemieden (subalpiner Fichtenwald), nicht aber im niederschlagsreichen Wuchsoptimum (montaner Fi–Ta–Bu–Wald), wo Fichte in Kiefernwälder eindringt.

Der vorherrschende Fichtenanteil ist somit künstlich durch menschliche Eingriffe verursacht worden. Dieser Umstand und die Tatsache, dass die Fichte meist in Nadelreinbeständen vorkommt, sind für die erhöhte Stress-Situation, der die Fichte hier ausgesetzt ist, verantwortlich.

Verschärft wird diese Situation durch

  • die Monokulturen

  • die ungünstige Bodenbildungsdynamik des auftretenden Ausgangsgesteins

  • die teilweise vorhandenen Altlasten der Streunutzung

  • die in den letzten Jahren zugenommene Belastung durch Immissionen und

  • die zunehmenden Gradationen der Kleinen Fichtenblattwespe

Unter dieser Betrachtung stellt sich somit nicht die Kleine Fichtenblattwespe, sondern vielmehr, der übernatürlich hohe Fichtenanteil unserer Wälder als das eigentliche Problem heraus.

"In standortswidrigen Fichtenmonokulturen warmer Tieflagen führt der Fraß der Fichtenblattwespe an Maitrieben zu Wipfeldürre. Umbau in laubbaumreichere, krisensichere Fichtenbestände ist nicht zu umgehen." 

Der Schaden

Der Schaden durch den Fraß der Fichtenblattwespe entsteht im oberen Teil der Fichtenkrone. Es entsteht also ein Höhenzuwachsverlust und Volumenzuwachsverlust. Verbreitet herrscht die Meinung, dass die seit einigen Jahren anhaltenden Fraßschäden durch P. abietina auf die jüngeren Bestandesklassen beschränkt seien. Dies liegt daran, dass die Schäden in Kulturen und Dickungen nicht weit über Augenhöhe des Betrachters liegen und solche an Baum- oder Althölzern in den meisten Fällen bestenfalls als immissionsbedingte Kronenverlichtungen angesprochen werden. Tatsache aber ist, dass alle Altersklassen durch den Fraß der Kleinen Fichtenblattwespe betroffen sind. Lediglich die Schadensintensität in den verschiedenen Altersklassen variiert.

Stangenholz – Dickung – Baumholz –Altholz – Kultur reiht.

Wir können also davon ausgehen, dass ab dem Zeitpunkt des Einsetzens der Gradation fast alle Bäume eines Fichtenbestandes, unabhängig von deren Alter, befallen werden.

Ist ein Bestand befallen, so gilt:

  • wenig bis kein Höhenwachstum mehr (siehe Grafik Längsquerschnitt)

  • in weiterer Folge ein eklatanter Einbruch im Volumenzuwachs und

  • je jünger der Bestand, desto fataler die Auswirkungen.

Hier kommt jetzt natürlich eine weitere Überlegung ins Spiel: Die Fichte wurde bis jetzt bei uns nur deswegen angebaut, weil sie im Vergleich mit anderen Baumarten schneller mehr Masse erzeugte und billiger in der Pflege war. Durch die von der Kleinen Fichtenblattwespe verursachten Schäden werden jetzt allerdings die Karten neu gemischt. Die angeführten wirtschaftlichen Vorteile werden von ihr zunichte gemacht, die ökologischen Nachteile aber bleiben bestehen (Bodenversauerung, labile Bestandesgefüge, ... usw.). Die wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit Standorts angepasster, heimischer Laubbaumarten steigt im Anblick des Fichtenblattwespenschadens enorm (die öko-logische Konkurrenzfähigkeit der heimischen Laubbaumarten steht sowieso außer Zweifel -> Buchenverjüngung in den Beständen).

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