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Die
Tiere des Waldes
Kommst Du
– Mensch – in dies Revier, vergiss uns nicht, wir leben hier.
Sind froh und dankbar, genau wie Du, gibt man uns Frieden und die Ruh.
Wir bitten Dich, sei darauf bedacht: „Dir sei der Tag – lass uns die Nacht.“
Drum, wenn die Sonne geht zur Ruh, verlass dann den Wald auch Du.
Sei
morgens nicht so zeitig hier, sonst störst Du uns und das Revier.
Vom Dämmern bis zum frühen Morgen, da müssen wir für Äsung sorgen.
Gar eng wurde unser Paradies, das uns die Technik übrig ließ.
Lass uns die Dickung, bleib Du auf den Wegen,
so kommst Du unserer Bitt entgegen.
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Wer Natur betrachten und
verinnerlichen kann, findet in ihr Kraftreserven, die sich für die Dauer
seines Lebens nicht erschöpfen. Nicht nur äußere Schönheit ist ihr eigen, es
herrscht auch sinnbildliche Bedeutung in allem Naturgeschehen; im
alljährlichen Zug der Vögel, in den Gezeiten mit Ebbe und Flut, in den
gefalteten Blütenblättern einer Knospe, den Frühling erwartend. In diesem
sich stets wiederholenden Refrain der Natur liegt etwas unendlich Heilsames
– die Versicherung, dass der Nacht eine Morgendämmerung folgt und dem Winter
ein Frühling. (Rachel Carson)
Jäger
sein heißt, eine geistig erhöhte Lebenseinstellung zu haben, denn die Jagd
ist niemals nur Sport, sie ist tiefstes Erleben. Wer die Büchse von der Wand
nimmt, darf nicht zum Spiel in die Natur hinausstampfen, das wäre kein Jäger
sondern nur ein Schießer. Der wahre Jäger muss voll innerer Erregung, voll Ehrfurcht vor den Geschöpfen Gottes, vor der ganzen Schöpfung, als ein Korn lebender Natur hinauswandern zur inneren Erfüllung seines Lebens. Die Jagd ist eine ernste geistige Aufgabe, in ihr sehen wir ein Stück Menschenfreiheit, innerste Verbundenheit mit der heiligen Kraft, die alle Lebewesen zum Gedeihen bringen will. (Eugen Wyler)
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