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14.03.2016 Von: Sebastian Hering

Die Abschusszahlen stimmen – dafür gab‘s Lob von den Förstern für die Jäger.

Die Männer des Waldes sind zufrieden mit den Jägern: Sie unter­stützten mit ihren Abschüssen die Arbeit der Wald­bauern, hieß es bei der Jahres­ver­samm­lung der Kreis­gruppe Wasser­burg der Jäger. (Quelle: OVB)


Werner Fröwis (re) und Hubert Fellner (li), die Vorsitzenden der Kreisgruppe Wasserburg, umrahmen die für ihre besonderen Verdienste ausgezeichneten Sebastian Wagenhuber, Ulli Sinzinger, Sebastian Weinmann und Günther Pilger (Mitte von links)

Wasserburg/Kerschdorf – Dr. Georg Kasberger, Bereichsleiter Forsten des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim berichtete bei der Jahresversammlung der Kreisgruppe der Jäger, dass die Fichte unter Trockenstress leide. Dies begünstige den Borkenkäferbefall. Er bedankte sich – wie auch Dr. Heinz Utschig von der Forstdienststelle Wasserburg – dafür, dass die Jäger die Waldbauern mit ihrer Arbeit unterstützen. So sei es erfreulich, dass die Verbissgutachten im überwiegenden Teil gute Ergebnisse brachten.

In das gleiche Horn stieß auch Andreas Oeckl von der unteren Jagdbehörde in Rosenheim. Der geforderte Abschussplan sei perfekt erfüllt worden und der Neue werde Ende April zugesandt.

Dr. Christian Otterbein vom Veterinäramt sagte, dass alle eingereichten Proben der Wildschweine ohne Befund waren. Er dankte für die gute Zusammenarbeit mit der Jägerschaft. Der Landtagsabgeordnete Otto Lederer hob in seinem Grußwort die Verbundenheit mit den Jägern und ihre Arbeit für die Gesellschaft hervor. Jäger helfen, so Lederer, aktiv bei der Verkehrssicherheit, Seuchenbekämpfung, Natur- und Umweltschutz. Sie seien es, „die es tun und nicht nur darüber reden.“

Dr. Armin Schwarzbach hielt einen Vortrag zum Thema Borreliose. Überträger sind neben der Zecke auch Mücken und Bremsen. Gefährdet sei jeder, der in der freien Natur unterwegs ist: Jäger, Fischer, Landwirte und Erholungssuchende gleichermaßen. „Es kann einen im Englischen Garten und in der heimischen Flur treffen.“ Von den Zecken sind laut Schwarzbach 30 bis 50 Prozent verseucht. Etwa jeder zehnte Zeckenstich führe zu einer Borrelien-Infektion beim Menschen – aber nicht zwingend auch zur Erkrankung. „Der älteste Erkrankte ist Ötzi, die Mumie aus der Steinzeit.“ Die Zecke kommt fast überall in Europa vor und überlebt sogar Waschgänge bis 50 Grad. So verwundere es nicht, dass in Deutschland 700 000 Menschen an Borreliose erkrankt sind.

Ehrungen für 25-jährige Mitgliedschaft im Landesjagdverband Bayern erhielten: Sebastian Aschauer, Josef Schuster, Josef Finsterwald, Richard Wagner und Bonifaz Viehhauser junior. Für 40 Jahre wurden Hubert Schönreiter, Dietmar Krause, Michael Seidinger, Hans Peter Wimmer, Matthias Maier und Josef Wieser geehrt. Die bronzene Ehrennadel für besondere Verdienste erhielten Sebastian Wagenhuber, Ulli Sinzinger, Sebastian Weinmann und Günther Pilger.

Begegnung mit Fuchs

Hubert Fellner, der stellvertretende Vorsitzende der Kreisgruppe Wasserburg, berichtete von 2244 Rehen, 24 Stück Schwarzwild, 308 Hasen, 542 Füchsen und 104 Marder auf der Strecke. An Flugwild sind 141 Tauben, 19 Reiher, 59 Graugänse, 595 Stockenten und 1299 Rabenvögel zur Strecke gekommen. „Dass die Bestandsregulierung sehr wichtig ist, zeigt ein Vorfall Ende Januar in Reisach bei der Bushaltestelle, wo morgens um 7.30 Uhr ein Fuchs bis auf ein halben Meter ein achtjähriges Mädchen bedrängt hat und sich nur schwer hat vertreiben lassen. Am nächsten Morgen konnten Rüde und Fähe erlegt werden, zur großen Beruhigung der Eltern und des Kindes. Die Hochranz war wohl für das auffällige Verhalten der Füchse zuständig“, so Fellner.

Quelle: © OVB, 12.3.2016