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Nächste Termine:

Schießtermin in Weithwörth

Sa 21.04.2018 auf der Tontaubenanlage. Anmeldung bei Franz Huber.[mehr]


40 Jahre Blaskapelle Arget

Sa 7./ So 8.7.2018 mit den Soyener Jagdhornbläsern[mehr]


Sommerfest Pflegeheim St. Martin

Sa 28.07.2018 in Schlicht (Gem. Soyen) ab 14.00 Uhr mit den Soyener Jagdhornbläsern[mehr]


Feuerwehr-Fest Soyen

2./6.8.18 mit den Soyener Jagdhornbläsern[mehr]


25. Jahre Beteiligung an der Lindenmesse

So 19.08.2018 um 10 Uhr in Öd Soyen[mehr]


Schießtermin in Kirchseeon

Sa 25.08.2018 ab 8:30 Uhr: Tontauben & Kipphasen schießen in Kirchseeon[mehr]


Oktoberfest Pflegeheim St. Martin

Sa 22.09.2018 ab 14 Uhr in Schlicht mit den Soyener Jagdhornbläsern[mehr]




16.03.2018

Jäger ein Anwalt der Wildtiere

Beitrag zur Jahreshauptversammlung und Hegeschau 2018 der BJV-Kreisgruppe Wasserburg in der Wasserburger Zeitung.


Die Jäger in und um Wasserburg sehen sich – trotz immer noch gängiger Vorurteile über den „fröhlich mordenden Waidmann“ – als leidenschaftliche Diener der Natur, die Tierschutz und Ethik als Selbstverständlichkeit betrachten. Unter diesem Motto fand in Kerschdorf die Hegeschau mit Hauptversammlung der heimischen Kreisgruppe statt.

OVB Eiselfing/Wasserburg – „Ja, selbstverständlich werden auch bei uns Tiere durch Jäger getötet. Doch dahinter verbergen sich dann beispielsweise Überpopulationen, die dem Wald oder anderen Tierarten schaden, als wichtige Gründe“, betonte Kreisgruppen-Vorsitzender Werner Fröwis. Man bekenne sich klar zum Tierschutz und zu ethischen Standards, indem unter anderem grundsätzlich kein Abschuss von erkennbar trächtigen Muttertieren erfolge. „Hier müssen wir uns mit unserer Erfahrung auch von selbst ernannten Tierschützern nicht vorschreiben lassen, was Jagd heute bedeutet.“ Vielmehr könne nur eine bewusst sachliche Auseinandersetzung in allen politischen und gesellschaftlichen Bereichen zielführend sein und etwa die Flut an neuen Vorschriften eindämmen.

Fröwis blickte auf die zahlreichen Aktivitäten der zweitkleinsten Kreisgruppe Bayerns im abgelaufenen Berichtsjahr zurück. So habe man rund 100 Kindern im Rahmen des Projekts „Lernort Natur“ wieder geführte Waldbesuche ermöglicht und Nistkästen für Pausenhöfe ausgeteilt. Der Zusammenhalt der Jäger vor Ort und die Kooperation innerhalb der Jagdgenossenschaften stellten die wichtige Grundlage für die geleistete Arbeit in den einzelnen Revieren dar. „Der oftmals enorme Zeitaufwand für die Jagd, das Wild und den Wald sind aber jede einzelne Minute wert.“

Landesjagdberater Gerhard Zwirglmaier formulierte sein Grußwort als leidenschaftliches Plädoyer für die Zunft der Jagd: „Es ist heute mehr denn je unsere Aufgabe, darauf zu achten, dass die Bevölkerung den Jäger als Anwalt der Wildtiere wahrnimmt.“ Schließlich sei es ja ganz aktuell die Jagd, welcher eine Schlüsselrolle beim Verhindern der Afrikanischen Schweinepest zufalle.

„Jagd steht für Pflege und Erhalt unserer heimischen Landschaft und bedeutet aktiven Naturschutz.“ Josef Huber

Dem konnte sich stellvertretender Landrat Josef Huber nur anschließen: „Jagd steht für Pflege und Erhalt unserer heimischen Landschaft und bedeutet aktiven Naturschutz.“ Seitens des Landratsamtes berichtete er sehr zufrieden von insgesamt zu 100,9 Prozent erfüllten Abschusszahlen der Wasserburger Kreisgruppe. Marius Benner, der neue Bereichsleiter Forsten im Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, stellte das 2018 auch in der Region anstehende Forstliche Gutachten zur Situation der Waldverjüngung vor. Allgemein bot er den anwesenden Jägern einen möglichst engen Kontakt zwischen Behörde und Jagdvertretern „zum Wohle von Wald und Wild“ an.

Der Zweite Vorsitzende der Kreisgruppe, Hubert Fellner, präsentierte die Ergebnisse der gesetzlich vorgeschriebenen Hegeschau. Besonders hervorzuheben sei unter anderem die auf 722 (Vorjahr 682) deutlich gestiegene Anzahl der geschossenen Böcke. „Die besten Reviere waren hier Edling-Süd gefolgt von Soyen-Süd und Soyen-Nord.“ Nachdenkliche Worte fand Fellner im Zusammenhang mit den stark dezimierten Bodenbrüter-Beständen wie beispielsweise des Kiebitzes: „Sie sind zweifelsohne die Verlierer der modernen Kulturlandschaften und finden weniger Lebensräume.“ Ihre Feinde in sinnvollem Maße zu bejagen, trage daher aktiv zum Schutz und Erhalt dieser Arten bei.

Zum Abschluss der Versammlung konnten traditionell wieder langjährige verdiente Mitglieder geehrt werden: Paul Eder für 50 Jahre sowie Ehrenvorsitzender Hans Gartner, Martin Roßrucker und Rudi Sleik für jeweils 40 Jahre. Zudem erhielt Markus Warmedinger eine Auszeichnung für 15-jährige Mitgliedschaft bei den Jagdhornbläsern.

Quelle: OVB vom 12.3.2018